Betreiber von Internetshops die digitale Leistungen anbieten müssen ab nächstem Jahr aufpassen: Ist der Leistungsempfänger kein Unternehmer und seinen Sitz in der europäischen Union außerhalb von Deutschland (sogenanntes übriges Gemeinschaftsgebiet) ändert sich die Umsatzbesteuerung. Im vorgenannten Fall wird der Ort der Leistung nach der Gesetzänderung an den Sitz des Leistungsempfängers verlagert. In der Folge wird der deutsche Unternehmer in den entsprechenden europäischen Mitgliedsstaaten umsatzsteuerpflichtig. Um zu vermeiden, dass sich jetzt die Verpflichtung ergibt, sich in allen Mitgliedsstaaten steuerlich führen zu lassen und dort Steueranmeldungen abgeben zu müssen, wurde zeitgleich der MOSS (auf Deutsch KEA, Kleine einzige Anlaufstelle) geschaffen. Dabei ist die Idee des MOSS schon fast 10 Jahre alt. So lange haben die zuständigen Gremien an der Umsetzung gearbeitet. Jetzt müssen die Unternehmer die neue Gesetzeslage kurzfristig umsetzen. Wir haben einen der größten deutschen Anbieter für Webshops stellvertretend nach der Umsetzung des MOSS in Ihrem Angebot gefragt. Dort antwortete man uns, dass Stand Oktober 2014 keine besonderen Anpassungen geplant sind und davon auszugehen ist, das s die derzeitigen Einstellungsmöglichkeiten den gesetzlichen Bestimmungen Rechnung tragen werden. Das heißt dann wohl im Klartext keine assistentengeführte Umstellung, sondern manuelle Programmierung des Webshops. Darauf sollten Sie sich rechtzeitig einrichten.