Der Jahreswechsel ist häufig ein Anlass für eine Gehaltserhöhung. Je nach persönlichen steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Merkmalen kommt dann regelmäßig eher weniger unten an. Nehmen wir mal einen ledigen Arbeitnehmer mit einem Monatsgehalt von EUR 2.500,00 brutto. Eine Gehaltserhöhung von EUR 50,00 kostet dem Arbeitgeber durch die Arbeitgeberanteile insgesamt EUR 59,74. Der Auszahlungsbetrag des Mitarbeiters erhöht sich aber nur um EUR 25,91. Das sind nur noch 43,4 %. Über die Hälfte sind Abgaben.

Entstehen dem Arbeitnehmer Aufwendungen für die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte durch die Verwendung eines eigenen Kfz könnte statt der Erhöhung des Bruttolohns ein Barzuschuss des Arbeitgebers zu den Fahrtkosten eine Alternative sein. Voraussetzung ist hier, das dieser Zuschuss zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn gezahlt wird. Das geht z.B. dann nicht, wenn die Entlohnung tarifgebunden erfolgt und es sich um eine tarifliche Erhöhung handelt. Handelt es sich aber um eine zusätzliche Leistung, kann der Arbeitgeber bis EUR 0,30 für jeden Entfernungskilometer und Tag an dem das Kfz für diese Fahrten genutzt wird unter Anwendung des Pauschalsteuersatzes von 15 % erstatten. Ohne weiteren Nachweis werden 15 Fahrten im Monat vom Finanzamt anerkannt. Durch die Anwendung der Lohnsteuerpauschalierung sind die Barzuschüsse sozialversicherungsfrei. Übernimmt der Arbeitgeber die Pauschalsteuer entstehen für EUR 50,00 Barzuschuss dann Arbeitgeberkosten von EUR 58,36. Die Auszahlung an den Arbeitnehmer erfolgt ’netto wie brutto‘ mit EUR 50,00. Das sind dann immerhin noch 85,7 %, also fast doppelt so viel wie bei der normalen Lohnerhöhung. Zu beachten ist, das die pauschalbesteuerten Barzuschüsse bei den Werbungskosten des Arbeitnehmers abzusetzen sind. Dies wird aber nur von Bedeutung sein, wenn die Werbungskosten des Arbeitnehmers den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von EUR 1.000,00 im Jahr übersteigen.

Wer ein bisschen Arbeitsaufwand nicht scheut, kann aber auch die 100 % Nettoquote erreichen. Begrenzt ist dieses Modell allerdings durch die monatliche Sachbezugsgrenze von derzeit EUR 44,00. Bis zu diesem Betrag können Arbeitgebern ihren Arbeitnehmern Sachbezüge steuer- und sozialversicherungsfrei gewähren. Die Anforderungen an den Tankgutschein sind in den letzten Jahren durch die Rechtsprechung immer weiter konkretisiert worden, so das eine rechtsichere Anwendung heute kein Problem mehr darstellt. War ursprünglich nur die Angabe der Sache im Gutschein zulässig, also z.B. „30 Liter Superbenzin„, dürfen seit einer BFH-Entscheidung vom 11.11.2010 auch betragsmäßige Grenzen angegeben werden. Es ist also nach dieser Rechtsprechung möglich, einen Gutschein über „Superbenzin im Wert von EUR 40“ auszustellen. Wichtig ist, das die dem Arbeitnehmer zufließenden Sachbezüge im Monat den Wert von EUR 44,00 nicht übersteigen. Maßgeblich ist hier das Datum, an dem der Gutschein überreicht worden ist. Das Übergabedatum sollte daher auf dem Gutschein vermerkt sein. Mittlerweile wird es auch nicht mehr beanstandet, wenn der Arbeitnehmer die Betankung in Höhe des Gutscheins selbst vornimmt und sich den Betrag des Gutscheins vom Arbeitgeber erstatten lässt. Der Tankbeleg ist dann zu den Unterlagen des Arbeitgebers zu nehmen. Weil mittlerweile so unkompliziert,  ist der Tankgutschein auch für eine kleine Prämie bestens geeignet. Wenn Sie gleich loslegen wollen, können Sie hier  unser Musterformular für einen Tankgutschein runterladen.